Kidical Mass Saarland

 

FahrradKinderDemos am 14.05.22, 15 Uhr

Saarbrücken: Landwehrplatz

Saarlouis: Kleiner Markt (14 Uhr in Ensdorf)

Homburg: Christian-Weber-Platz

 

KidicalMass Saarbrücken
KidicalMass Saarbrücken © Reni Reißner

Die Kidical Mass ist eine weltweite Bewegung. Seit 2017 gibt es sie in Deutschland, seit 2021 auch im Saarland. Am 14. Mai werden in diesem Jahr in Saarbrücken, Saarlouis und Homburg jeweils um 15 Uhr bei bunten Fahrraddemos Radfahrende die Straße erobern. Kinder, nachhaltige Mobilität, sowie lebenswerte Städte stehen im Fokus.

Die Kidical Mass hat die Vision, dass sich alle Kinder und Jugendliche sicher und selbständig mit dem Fahrrad bewegen können. Die Kidical Mass gibt den Kindern eine Stimme im Verkehr, zeichnet ein positives Zukunftsbild, vernetzt und mobilisiert Alt und Jung über die Grenzen der Radszene hinaus. Die Fahrradkinderdemo findet im Rahmen eines bundesweiten Aktionstages statt, an dem in über 150 deutschen Städten Radfahrende über die Straßen rollen.


In den drei saarländischen Städten sind außer Demonstrationszügen mit Fahrrädern, Rollern Laufrädern, Einrädern usw. auch ganz besondere Beiträge geplant: Aktionen auf den Straßen, Begleitung mit einer Musikband, Redebeiträge von Kids, Aktionsangebote als Schlusskundgebung, uvam. Eingeladen zur Kidical Mass sind alle zwischen 0 und 99.


Das saarländische und bundesweite Kidical-Mass-Aktionsbündnis fordert, den Kindern die Straße als Lebensraum zurückzugeben. Dazu wäre notwendig:

Ein Kinderfreundliches Straßenverkehrsrecht

Das neue Straßenverkehrsgesetz muss die Schutzbedürftigkeit von Kindern in den Mittelpunkt stellen und eine wirkliche Vision Zero – null Verkehrstote – zum Ziel haben. Außerdem muss es die selbständige Mobilität der Kinder ermöglichen. Städte und Gemeinden müssen die Freiheit erhalten, kinder- und fahrradfreundliche
Maßnahmen nicht nur an einzelnen Gefahrenstellen umzusetzen, sondern im gesamten Stadtgebiet. Das umfasst z.B.:

  • geschützte oder baulich getrennte, breite Radwege an Hauptverkehrsstraßen sowie
  • geschützte Kreuzungen (nach niederländischem Vorbild)
  • Tempo 30 auf allen Hauptverkehrsstraßen innerorts
  • Schulstraßen und Zonen ohne Autoverkehr (temporäre Durchfahrtsverbote)
  • Fahrradstraßen und Fahrrad-Zonen als flächendeckendes Netz und als Grundlage
  • für ein sicheres Schulwegenetz
  • Straßen ohne Durchgangsverkehr in Wohngebieten


Kinderfreundliche Maßnahmen in den Ländern, z.B.

  • der Ausbau von Schulradwegenetzen
  • die Förderung der Einrichtung von „Schulstraßen“
  • die Erleichterung weiterer Verkehrssicherheitsmaßnahmen
  • die Unterstützung von Kommunen, die bei kinder- und fahrradfreundlicher Mobilitätbereits mutig voranschreiten.

Städte und Gemeinden müssen ihren Handlungsspielraum voll ausschöpfen, durch Maßnahmen wie:

  • Umwidmung von Kfz-Spuren zu geschützten Radfahrstreifen an mehrspurigen Straßen
  • Anordnung temporärer Durchfahrtsverbote für Autos vor Schulen und Kitas („Schulstraßen“)
  • Einrichtung temporärer Spielstraßen und Schaffung von Begegnungszonen
  • Schaffung kindersicherer Kreuzungen und Querungen
  • Schaffung „echter“ Fahrradstraßen und -Zonen ohne Autoverkehr
  • Abschaffung des legalen und illegalen Gehwegparkens
  • Nutzung der gewonnen Flächen für Fuß- und Radverkehr, für Spiel- und Begegnungszonen und Begrünung

Der ADFC, der VCD, BUND, Fridays und Parents For Future sowie Einzelpersonen sind im Aktionsbündnis Kidical Mass Saarland engagiert.


Weitere Informationen
für SB: herbert.loskill@adfc-saar.de,
für SLS: marcel.scherf@adfc-saar.de,
für HOM: ute.kirchhoff@adfc-saar.de

oder unter saarland.adfc.de



Für weitere Auskünfte zur saarlandweiten Koordination steht Ihnen Herbert Loskill, 0162 7336198 gerne zur Verfügung.

 


https://saarland.adfc.de/neuigkeit/kidical-mass-saarland-1-1

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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