
Auf dem Freizeitweg © Erich Schwarz
Blieskastel: Keine Aufwertung des Freizeitweges
Chance vertan: keine Aufwertung des Freizeitweges, keine Beseitigung von Gefahrenstellen, keine Erhöhung der Sicherheit für Radfahrende
Mit großer Enttäuschung musste der ADFC Blieskastel zur Kenntnis nehmen, dass die Stadtratsmehrheit den Antrag der Fraktion von Bündnis 90 / Die Grünen abgelehnt hat, im Zuge der Sanierung des Freizeitwegs weitere Maßnahmen zu dessen Aufwertung, zur Beseitigung von Gefahrstellen und zur Erhöhung der Sicherheit der Radfahrenden zu befürworten. Dieser Antrag ist in enger Zusammenarbeit mit dem ADFC erarbeitet worden und enthält viele Vorschläge, die bereits seit Jahren vortragen werden.
Keine Frage, die Durchführung dieser Vorschläge wäre Sache des Landesbetriebs für Straßenbau (LfS). Aber will der Stadtrat wirklich darauf verzichten, den Landesbetrieb aufzufordern, Maßnahmen zu ergreifen, die im Interesse Blieskastels sind? Was ist denn das für ein Verständnis der Rolle eines Stadtrates?
Von Seiten des LfS wurde dem ADFC jedenfalls signalisiert, dass über die Sanierung der Asphaltdecke hinausgehende Maßnahmen und Regelungen für die Umleitung in der Bauphase mit den Kommunalverwaltungen abgestimmt werden könnten.
Die Stadt Blieskastel muss auch schon Ende 2024 / Anfang 2025 vom LfS über das Vorhaben informiert worden sein – warum wurde sich damals nicht schon bemüht, beispielsweise Maßnahmen aus dem Radverkehrskonzept in die Planung einfließen zu lassen, das kurz zuvor mit viel Aufwand und Kosten erarbeitet worden war?
Der Stadtrat hat die Chance vergeben, krasse Fehlplanungen der Vergangenheit wie z.B. die Situation am Fußgängerüberweg am Bliesbrücken-Kreisel zu korrigieren. Er verzichtet darauf, mit Markierungen, Beleuchtung und mutigen Vorfahrtsregelungen den Freizeitweg zu einem Highlight über die Landesgrenzen hinaus sowohl im touristischen Sinne wie auch für Alltagsradler*innen werden zu lassen.
Der ADFC Blieskastel fühlt sich in seinem Einsatz für eine zukunftsweisende Mobilität durch dieses arrogante Abbügeln des Antrags vor den Kopf gestoßen. So geht man mit bürgerschaftlichem Engagement nicht um. Einmal mehr wird der Eindruck verstärkt, dass den Problemen der Radfahrenden in Blieskastel vom Bürgermeister und von den Koalitionsfraktionen keinerlei Bedeutung beigemessen wird.
Wir weisen darauf hin, dass Bündnis 90 / Die Grünen auf uns zugekommen sind, um mit unserer Expertise den Antrag zum Freizeitweg fachlich zu fundieren.
Seit 2022, dem Gründungsjahr der ADFC-Ortsgruppe Blieskastel, hat es verkehrspolitischen Austausch mit der DUB und mit den Grünen gegeben. Gerne kommen wir auch mit Vertreter*innen der anderen demokratischen Parteien im Stadtrat zu Radverkehrs-Themen ins Gespräch – wir freuen uns auf die Kontaktaufnahme.









