
Maroder Charme der Schanzenbergbrücke © Andreas Cremer
ADFC fordert Geh-/Radweg im Zuge des Neubaus der Schanzenbergbrücke
Der Neubau der Saarbrücker Schanzenbergbrücke birgt große Chance zur Aufwertung für den Fuß- und Radverkehr
Dem Saarland steht eine harte Belastungsprobe im Bahnverkehr bevor. Plant die Deutsche Bahn (DB) doch, die wichtige Strecke von Forbach über Saarbrücken nach Mannheim in den kommenden beiden Jahren im Rahmen von Sanierungsarbeiten mehrmals monate- bzw. wochenlang komplett zu sperren und damit unter anderem Saarbrücken vom Fernverkehr komplett abzuhängen. In dem mit der Streckensanierung verbundenen Neubau der Saarbrücker Schanzenbergbrücke sieht der ADFC Saarbrücken hingegen aber auch eine große Chance.
Wie in den Medien berichtet, plant die DB, die Bahnbrücke am Saarbrücker Schanzenberg, die die Saar und die Autobahn A620 überspannt, im Rahmen der Sanierung vollständig zu erneuern. Hier bietet sich aus Sicht des ADFC eine perfekte Gelegenheit, die es zu nutzen gilt. Denn dann könnte der an die derzeitige Brücke angebaute viel zu schmale Gehweg zu einer komfortablen Verbindung für den Fuß- und Radverkehr aufgewertet werden.
Der Sprecher des ADFC Saarbrücken Thomas Fläschner weist darauf hin, dass die Brücke Burbach, die Saarterrassen und das Festgelände auf der rechten Saar-Seite mit Alt-Saarbrücken, dem Deutsch-Französischen Garten sowie dem neuen Quartier Am Schanzenberg auf der linken Flussseite verbindet. „Auf dem ehemaligen Messegelände sollen Tausende von neuen Arbeitsplätzen entstehen. Da ist eine funktionierende Radverkehrsinfrastruktur wichtig“, so Fläschner.
Der ADFC mahnt bereits seit mehreren Jahren eine verbesserte Anbindung des Geländes an. Der Tunnel zum Saar-Radweg ist jedoch nach wie vor eine Katastrophe. Auf die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie für einen Radweg im Deutschmühlen-Tal wartet man zudem auch schon ziemlich lange – und auf dessen Bau vermutlich noch viel länger. Und der Gehweg entlang der Eisenbahnbrücke darf von Radfahrern legal nur schiebend genutzt werden.
Der ADFC fordert deshalb, dass sich die Landeshauptstadt und auch das Land als Fördermittelgeber zeitnah mit der Deutschen Bahn an einen Tisch setzen, um die Chance, die der geplante Neubau mit sich bringt, nicht zu verpassen.








