Inklusion rockt und rollt

Inklusion rockt und rollt © Andreas Cremer

Inklusion rockt und rollt

 

Eine besondere Radtour legte einen Stopp in Saarbrücken ein

 

Inklusion ist ein wichtiges gesellschaftliches Thema, bei dem noch großer Handlungsbedarf besteht. Um auf die vielen Probleme, die es in Deutschland auf diesem Feld gibt, aufmerksam zu machen, fahren die beiden Inklusionsaktivisten Sven Marx und Sebastian Fietz momentan mit einem Spezialtandem durch Deutschland. Sie besuchen alle sechzehn Landeshauptstädte. Anfang der Woche waren sie zu Gast in Saarbrücken. Dort trafen sie sich mit Betroffenen sowie mit Interessierten und im Anschluss an eine Fahrrad-Demonstration auch mit Mitgliedern des Landtags, denen ein Forderungskatalog übergeben wurde.
Die 4.000 km lange Radtour von Sven, der einen Gehirntumor hat und Sebastian, der blind ist, läuft unter dem Motto „Inklusion rockt & rollt“. Sie wird vom Berliner Verein Handiclapped – Kultur Barrierefrei organisiert und von der Aktion Mensch sowie vor Ort von lokalen Akteuren unterstützt. In Saarbrücken waren dies grenzenlos e.V., die Reha GmbH und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC). An der Demonstration nahmen auch Vertreterinnen der Lebenshilfe Saarbrücken und des Inklusionsbündnisses Saar teil.

Am ersten Tag ihres Saarbrücker Aufenthalts fand in den Räumen der Reha GmbH auf den Burbacher Saarterrassen eine Veranstaltung statt. Bei dieser wurden unter musikalischer Begleitung der Chöre „Herzrocker“ und „Wir sind wir“ zahlreiche Forderungen erarbeitet, wie die Inklusion im Saarland besser gelingen kann.

Diese "Wunschliste" wurde am darauffolgenden Tag im Anschluss an eine vom ADFC organisierte Fahrrad-Demonstration der Landtagsvizepräsidentin Dagmar Heib, dem „Ausschuss für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit“ sowie dem Landesbehindertenbeauftragten Daniel Biber übergeben. Gefordert wurde unter anderem mehr Barrierefreiheit an Bahnhöfen, eine Bekämpfung des Falschparkens und ein höherer Lohn in Behindertenwerkstätten.

Einigkeit bestand darüber, dass Inklusion in den Köpfen der Menschen beginnen müsse. Nach mehr als zwanzig Jahren der UN-Behindertenrechtskonvention sei es an der Zeit, Inklusion auf allen gesellschaftlichen Ebenen zur Normalität werden zu lassen. Sven Marx betonte, dass genau darauf geschaut werden müsse, wie sich die Landespolitik zur Umsetzung der politischen Forderungen stelle.

Inzwischen sind Sebastian Fietz und Sven Marx wieder unterwegs. Ihre nächste Station wird Mainz sein, wo sie erneut mit Fahrradcorso und Forderungskatalog auf ein Zusammenleben auf Augenhöhe hinwirken möchten.

 

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https://saarland.adfc.de/artikel/inklusion-rockt-und-rollt

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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