Critical Mass im Lützelbachtunnel

Critical Mass im Lützelbachtunnel © Thomas Fläschner

Sperrung am Ludwigskreisel – der ADFC empfiehlt das Fahrrad

 

Baumaßnahmen am Ludwigskreisel führen längerfristig zu Umwegen - die Nutzung des Fahrrades könnte die attraktive Alternative sein!

 

Wegen der Baumaßnahmen am Ludwigskreisel kommt es momentan zu Straßensperrungen. Wer mit dem Auto ins Wohngebiet Rodenhof fahren will, muss über einen längeren Zeitraum hinweg daher nicht geringe Umwege in Kauf nehmen. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) verweist deshalb darauf, dass der Rodenhof und damit insbesondere auch das Quartier Eurobahnhof für den Radverkehr über mehrere weitere Zugänge erschlossen sind. Je nachdem, von wo man komme, könnte die Nutzung des Fahrrades eine attraktive Alternative darstellen.

Wer mit dem Rad aus Richtung Dudweiler komme, könne bereits kurz hinter Jägersfreude die Fuß- und Fahrradbrücke unter der Johannisbrücke nutzen, um auf den Rodenhof zu gelangen. Von der Innenstadt aus böten sich gleich mehrere Möglichkeiten. Man könne zum einen den Hauptbahnhof durchqueren, müsse dazu aber ein bis zwei Minuten Fußweg und Schieben in Kauf nehmen. Zum anderen bietet sich der Lützelbach-Tunnel an, der in der Nähe des Alten Post-Gebäudes beginnt und direkt ins Quartier Eurobahnhof führt. Hier könne man durchgehend fahren. Einen weiteren Zugang stelle der Stadionweg dar, zu dem man über die Camphauser Straße gelange. Gleiches gelte für die Straße An der Saarlandhalle.

Selbstverständlich ist der ADFC nicht der Meinung, dass nun alle Bewohner des Roderhofs und alle Beschäftigten im Quartier Eurobahnhof das Fahrrad überhaupt von ihren individuellen Bedingungen her nutzen können, und auch nicht von heute auf morgen auf das Rad umsteigen. Es sei aber wichtig, wie ADFC-Sprecher Herbert Loskill sagt, diese Möglichkeit aufzuzeigen. „Wenn der eine oder die andere dann entdeckt, dass man mit dem Rad eigentlich recht gut durch die Stadt kommen kann, und das Rad in Zukunft öfter nutzt, ist das ein Gewinn für die Umwelt und alle Beteiligten.“

Leider seien die genannten Radverkehrsverbindungen von Seiten der Stadt als Umleitungen bisher nicht ausgeschildert und auch nicht für den Radverkehr so verbessert worden, wie man sich das wünschen würde. Ein Defizit, das der ADFC gleichwohl für kurzfristig abstellbar hält. Der Lützelbach-Tunnel beispielsweise müsste gerade jetzt als  sauberer und sicherer Weg weiter ertüchtigt werden.
Ergänzend sollte auch überlegt werden, ob eine Entlastung der Umleitungsstrecken nicht durch zusätzliche, kostenlose Busshuttles zum Rodenhof und zum Quartier Eurobahnhof möglich sei.

Der ADFC fordert abschließend die Stadt auf, „die allein auf den Autoverkehr orientierten Umleitungsmaßnahmen noch zu erweitern. Dies sollte bei einem Etat von 1,3 Millionen Euro für den Umbau des Ludwigskreisels ja durchaus möglich sein“, so der ADFC-Sprecher.
 

Für Rückfragen steht Herbert Loskill zur Verfügung unter 0162 7336198

 

alle Themen anzeigen

Verwandte Themen

Grünpfeil für Radfahrende

Das Saarland soll #Fahrradland werden

Im Vorfeld der Landtagswahl hat der ADFC Saar einen Forderungskatalog „Das Saarland wird #Fahrradland“ entwickelt, der…

Aktive Bürgerbeteiligung am Workshop in Saarlouis

Erfolgreiche Bürgerbeteiligung zum Radverkehrskonzept in Saarlouis

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC) Saarlouis lobt die Stadt Saarlouis und das Planungsbüro für die sehr gute…

Saarbrücken Wilhelm-Heinrich-Brücke

Mit dem Radverkehrsplan geht es voran!

Wann wird Fahrradfreundlichkeit endlich zum Kriterium bei der Sanierung von Landesstraßen?

Jahreshauptversammlung 2021

ADFC wählt neuen Vorstand

Die ADFC Mitgliedersammlung hat einen neuen Vorstand gewählt!

Mehr Erfolg beim zweiten Anlauf?

Überherrn hat ein Radverkehrskonzept! – Wir haben nachgefragt.

Radweg an der BAB A8 bei Saarlouis

Neubau der Autobahnbrücke A8 ab 2022 mit Radwegen

Neubau der Autobahnbrücke A8 ab 2022 mit Radwegen — Chancen für den Radverkehr in Roden?

ADFC Fahrrad-Werkstatt

Selbsthilfe-Werkstatt des ADFC Saar im Haus der Umwelt

Den meisten Radfahrern ist sie wohl schon bekannt, der/die eine oder andere hat sie auch schon selbst genutzt. Allen…

St. Wendel

Radverkehrsprojekt St. Wendel

Stärkung des Radverkehrs im Landkreis St. Wendel

Das Fahrrad als gesundes, nachhaltiges, pandemiesicheres…

Parking Day

Parking Day am 17.9.2021

Breite Straße in Malstatt für alle! Sei dabei!

https://saarland.adfc.de/artikel/sperrung-am-ludwigskreisel-der-adfc-empfiehlt-das-fahrrad-1

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

    weiterlesen

  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

    weiterlesen

  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

    weiterlesen

  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

    weiterlesen

  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

    weiterlesen

  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

    weiterlesen

Bleiben Sie in Kontakt